Weihnachten unter Tage

Glück auf liebe Weltenbummler! Ich liebe Weihnachtmärkte – ich liebe sie wirklich! Der Geruch von süßen und herzhaften Leckereien, Selbstgemachtes an jeder Ecke und überall diese wunderschönen Lichter. Allerdings sind sich viele Weihnachtsmärkte früher oder später sehr ähnlich – als ich also gehört habe, dass es in Goslar einen Weihnachtsmarkt unter Tage, also in einem Stollen unter der Erde, geben soll, habe ich mich gleich in den Zug gesetzt und bin hingefahren.

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Unbenannt

Am Weltkulturerbe Rammelsberg in Goslar hatte vom 16. bis 17. Dezember ein ganz besonderer Weihnachtsmarkt seine Tore geöffnet. Im einem Stollen, sowie im Rammelsbergschacht, der Werkstraße und der Aufbereitung waren überall Kunsthandwerkerstände aufgebaut. Wer sein Ticket vorab online gekauft hat, konnte auch gleich einen Rundgang durch den Roeder-Stollen bei Kerzenscheihn dazu buchen – da wir uns erst sehr kurzfristig zum Besuch entschieden haben, gab es nur noch vereinzelte Resttickets an der Kasse (und 5 Stunden warten wollten wir dann doch nicht).

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Der Eintritt zum Gelände kostet 6 Euro – dafür kann man sich auch die musealen Austellungsräume rund um den Rammelsberg anschauen. Wir wollten natürlich als aller erstes unter die Erde – schließlich ist das ja das Highlight des Besuches! Bevor man den Stollen betreten darf muss man sich zunächst einen Helm aufsetzten, schließlich weiß man nie, was da so alles von der Decke fallen könnte…

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… ein bisschen nass und rutschig war es auch …

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… und man wechselte zwischen Einsamkeit und überfüllten, engen Gängen …

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… und dann tauchten die ersten Stände auf! Überall wurden selbstgemachte Dinge verkauft, nicht der übliche Kitsch, den man auf vielen Weihnachtsmärkten findet.

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Viele der Verkäufer gehörten auch traditionellen Vereinen an, wie z.B. die Schieferschneider. Bei Ihnen konnte man sich weihnachtliche Motive aussuchen und diese aus Schiefer live ausschneiden lassen.

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Natürlich durfte auch die passende weihnachtliche Dekoration nicht fehlen:

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Ein bisschen enttäuscht waren wir dann aber doch – es waren lediglich um die 5 Stände, die sich wirklich unter der Erde befanden. Wer Glühwein mag, konnte es sich darüber hinaus bei traditioneller Blasmusik gut gehen lassen. Die restlichen Weihnachtsmarktstände befanden sich in den Gebäuden über der Erde. Eigentlich schade, denn die Atmosphäre im Stollen war schon etwas besonderes.

Aber auch über der Erde gab es viele Kunsthandwerker, die ihre Produkte angeboten haben. Ich finde es wirklich super, wenn Menschen etwas selber machen – das sind auch die besten Geschenke, die man an Weihnachten verschenken kann. Allerdings muss ich auch sagen, dass der überwiegende Teil der Austellungsstücke uns persönlich nicht angesprochen hat und ein Großteil der Besucher auch eher zum älteren Semester zählte 😉

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Draußen auf dem Hof konnte man noch zusehen, wie zwei Künstler mit der Motorsäge Baumstämme in Tiere verwandelten und hat Einblicke in eine Schmiede bekommen (Mutige und Kräftige konnten hier auch selbst Hand anlegen). Wer Hunger hat, kann sich an einer Wild-Bratwurst, deftigen Suppen und ähnlichem versuchen. Wir haben allerdings darauf verzichtet und sind noch auf den Weihnachtsmarkt in der Innenstadt von Goslar weitergezogen.

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Wer also mal einen Weihnachtsmarkt der besonderen Art sucht ist hier genau richtig! Allerdings würde ich nächstes mal die Karten vorab online kaufen, damit man nicht so lange anstehen muss und noch an einer Führung durch das Bergwekr teilnehmen kann.

  • Franziska ♥cropped-cropped-logo_entwurf_3.jpg

 

 

Hier kommt ihr zur Website vom Rammelsberg. Der Eintritt für den 
Weihnachtsmarkt waren 6€ für Erwachsene/ 2€ für Kinder, bzw. mit
Führung 9€ für Erwachsene/ 4€ für Kinder.
Man kann super mit dem Zug nach Goslar fahren. Der Bus zum Bergwekr fährt 
ca. alle 30 Minuten, je nachdem zu welcher Tageszeit man ankommt (hier am
besten vorab planen, sonst muss man gefühlt ewig in der Kälte stehen, so 
wie wir :) )
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5 Kommentare zu „Weihnachten unter Tage

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    1. Hallo Martin – also so ganz genau sagen kann ich dir das nicht. Wirklich tief war es allerdings nicht, da der Weihnachtsmarkt in einem Stollen war, in welchen man wie in einen Tunnel einfach in den Berg hinein gegangen ist. Da es draußen sehr kalt war, war unter Tage nicht groß anders – nur viel feuchter 😦

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  1. Das ist ja toll! Obwohl ich sehr oft im Harz unterwegs bin, habe ich von diesem Weihnachtsmarkt noch nie etwas gehört. Liegt vielleicht daran, dass diese Art von Events nicht ganz oben auf meiner Aufmerksamkeitsliste stehen, da ich meistens mit meinem Hund unterwegs bin. Aber ich denke, dafür lasse ich ihn sogar mal zu Hause. Aber jetzt kommt ja erst mal der Sommer 🙂

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