Postcrossing – Für den Reisenden, der gerade nicht vom Sofa weg kann

Ich liebe es zu reisen – ein bisschen liegt das auch auf der Hand, denn ansonsten würden wir einen solchen Blog hier bestimmt nicht machen. Aber reisen ist meistens auch ziemlich teuer, sodass man nicht ständig unterwegs sein kann um fremde Länder zu erkunden.

Beim Blättern in der GEO-Saison vom August 2015 fand ich einen kleinen Artikel mit dem Titel „Kartenspiel – Bei www.postcrossing.com schreiben Unbekannte einander weltweit Postkarten“ – sogleich war mein Interesse geweckt, das klingt doch nach einer super Idee, dachte ich mir und nahm mir vor das gleich Zuhause auszuprobieren… ja… leider habe ich den Artikel dann wieder vergessen und vor ungefähr einem Monat wieder in die Finger bekommen – diesmal habe ich gleich im Internet recherchiert.

Die Idee

Der Portugiese Paulo Magalhães kam in seinem Leben irgendwann zu dem Punkt, dass es für ihn unerträglich war, dass er in seinem Briefkasten nichts als Rechnungen fand. Da traut man sich ja kaum das Ding zu öffnen. Vor 10 Jahren startete er deswegen die Plattform Postcrossing, damit Menschen, die sich eigentlich nicht kennen, gegenseitig Postkarten schicken, damit man immer etwas in seinem Briefkasten hat, auf das man sich freuen kann. Ziemlich cool, und ich kann euch schon jetzt so viel verraten, ja, es funktioniert – jedes mal freue ich mich diebisch, wenn ich meinen Briefkasten öffne, in der Hoffnung, dass eine Karte darin ist!

Das Konzept

Wildfremde Menschen, die sich gegenseitig Postkarten schicken? Wie soll so etwas denn funktionieren?

Zunächst einmal geht man auf die Seite von Postcrossing und registriert sich als Mitglied – damit steckt man nun mit über 660.000 Mitgliedern aus 212 verschiedenen Ländern unter einer Decke. Allein ist man also schon einmal nicht. Der Großteil der Mitglieder ist weiblich und kommt aus Russland, Taiwan, den USA oder China.

Nachdem man sich registriert hat, kann man eine Adresse anfordern, die Postcrossing einem dann zuschickt. An diese Adresse verschickt man eine Postkarte. Viele Mitglieder haben von sich ein Foto in der Community hochgeladen und haben ein bisschen was zu sich geschrieben, an das man in einer Karte anknüpfen kann. Für richtige Schreibmuffel hat Postcrossings auch Vorschläge parat, über was man alles so schreiben kann. Viele (auch ich) finden es sehr spannend etwas über die Person zu erfahren, von der man eine Karte bekommt. Wem das zu persönlich ist, der ist aber auch nicht gezwungen etwas direkt über sich preiszugeben.

Hat man seine Karte fertig geschrieben, versieht man sie noch mit einem von Postcrossing ausgeteilten, individuellen Code (jede Postkarte hat ihren eigenen Code). Kommt die Karte nun beim Empfänger an, registriert dieser die Karte über den Code auf der Plattform. Somit wird die eigene Adresse für einen Absender freigeschaltet, der vielleicht in diesem Moment eine Adresse anfordert. Dadurch ist das Verhältnis von gesendeten und empfangenen Postkarten auch immer recht ausgeglichen.Wenn man eine empfangene Postkarte registriert, hat man auch die Möglichkeit Kontakt mit der anderen Person aufzunehmen und ihr eine Rückmeldung zu der Karte zu geben.

Es macht wirklich sehr viel Spaß! Auf der eigenen Profilseite kann man sich auch auf einer Karte anzeigen lassen, wohin man schon Karten verschickt hat, von wo man welche bekommen hat und wie viele Kilometer die versendeten Karten schon zurückgelegt haben. Es ist einmal eine ganz andere Möglichkeit das Fernweh in einem zu bekämpfen, auf eine Art, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Ich kann es euch nur wärmstens empfehlen!

3 Kommentare zu „Postcrossing – Für den Reisenden, der gerade nicht vom Sofa weg kann

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